6.Iteration: Das erste echte Feedback!

Nachdem wir am Mittwoch unsere Kamera im Kurs doch noch nicht testen konnten, haben wir den Donnerstag Abend dazu genutzt.

Kurze Testzusammenfassung:

Insgesamt hatten wir vier Tester die vorher nichts von unserem Projekt wussten. Bevor es losging wurden sie lediglich gebrieft das sie während des testens nichts falsch machen können, sondern sogar alle Gedanken laut aussprechen sollen, damit wir wissen was wir verbessern können.

Im Aufbau mussten wir ein paar Einschränkungen in Kauf nehmen. Der Raum war ein wenig zu klein, so dass keine Rückprojektion möglich war. Außerdem musste die Kamera (durch Schraubzwingen befestigt) auf einem Tisch stehen.

In Zweierteams durften die Tester den Raum mit der Kamera und dem Aufbau betreten. Da keine Vorkenntnisse vorhanden waren, wurde erst einmal der Projektaufbau begutachtet.

In beiden Tests waren die Nutzer sehr auf die Anleitung am Boden fixiert, und nahmen zunächst den Anleitungsfilm auf der Leinwand gar nicht wahr.

Die einzelnen Punkte auf der Anleitung wurden quasi Schritt für Schritt von den Testern abgearbeitet. Zunächst wurde die Kurbel bemerkt, dann waren sie ein wenig geschockt das sie scheinbar tanzen müssen und zum Schluss wurde die Tatsache das ein QR Code vorkommt kommentiert.

Hier müssen wir einräumen, dass eine Testsituation natürlich nicht der Realität im Museum entspricht! In einer Ausstellung werden die Nutzer nicht beobachtet, und sind daher eher geneigt Dinge einfach auszuprobieren ohne vorher alles erst durchzulesen und zu begutachten.

Erst nachdem der Anleitungstext durchgelesen war, haben sich die Tester an die Kamera getraut. Da wir noch mit der Prototype-Kurbel arbeiten mussten, wurde diese zunächst nur sehr langsam gedreht aber der Effekt beim Abspielen wurde von beiden Teams sofort bemerkt, so dass auch schneller gekurbelt wurde.

Mit der Aufnahme hatten beide Zweiergruppen mehr Probleme. Die Reihenfolge der Schritte in der Anleitung wurden bemängelt und auch die Tatsache das wir die Knöpfe noch nicht beschriftet hatten, sorgten für Verwirrungen.

Die Idee mit der Kurbel wurde gut aufgenommen, aber beide Teams haben im Nachhinein kritisiert das ihnen gar nicht bewusst war, dass sie damit auch die Geschwindigkeit der Aufnahme beeinflussen können.

Nachdem die Tester den Aufbau bzw. die Funktionen verstanden hatten und ein Video jeweils entstanden ist, war das Feedback etwas unterschiedlich.

Die erste Testgruppe hat mittels QR Code das eigene Video auf dem Handy sehen können. Die zweite Gruppe besaß hingegen keinen QR Code Scanner und wäre somit nicht in der Lage gewesen den eigenen Film anzuschauen.

Das erste Team war vom Alter her näher an der Zielgruppe und konnte sich gut vorstellen die Kurbelkamera in einem Museum mit Freunden zu nutzen.

Das zweite Team hingegen gab an, dass sie keinen Grund sehen warum sie die Kamera in einer Ausstellung ausprobieren sollte. Der Mehrgewinn war ihnen nicht deutlich, und die Besonderheit zu einer modernen Handykamera war ihnen nicht klar.

Als dieses Team jedoch ihr selbst gedrehtes Video auf der Leinwand sahen fanden sie es sehr lustig.

Fazit:

Wir mussten letztlich im Test feststellen das wir in den letzten Wochen zwar sehr gute Arbeit geleistet haben, aber teilweise ein paar wichtige Punkte aus den Augen verloren haben.

Deutlich ging hervor das wir uns mehr auf die Besonderheiten der Kamera konzentrieren müssen. Der Nutzer muss schnell begreifen können warum diese Kurbelkamera anders ist als eine normale Handykamera. Das Ergebnis und die Manipulationsmöglichkeiten fanden die Tester sehr interessant, haben es aber erst im Nachhinein verstanden als das erste Video gedreht war bzw. wir es erklärt hatten. Das müssen wir ändern.

Auch für die technische Umsetzung gab es neue Ideen, wie eine Ampel die anzeigt wie sehr man von der „normalen“ Geschwindigkeit abweicht. Außerdem wurde ein Play Button gewünscht der den selbst gedrehten Film in der Vorschau zeigt.

Zusätzlich fiel uns auf, das wir schon viel früher erste Test hätten machen sollen.

Das Feedback im Kurs ist zwar gut, aber dort sind die Tester vor Ort mit der Kurbelkamera schon eher vertraut und bedienen sie  da durch intuitiv anders, als Tester die von dem Aufbau noch gar nichts wissen.

Zudem wurde uns klar, dass wir  für den Test einen Termin hätten wählen sollen, an dem wir alle vier Teammitglieder anwesend sind.  Sobald die ersten User Test gemacht werden, sollte eigentlich am besten jedes Projektmitgleid dabei sein da jeder etwas davon mitnehmen kann. Schließlich haben die verschiedenen Mitglieder durch ihren jeweiligen Hintergrund , einen unterschiedlichen Blickwinkel auf den Test und die Ergebnisse.