6. Iteration: Der 2. Test 23.Juni

Unsere Tests vom vorhergehenden Donnerstag zeigten uns noch deutlich einige Mängel an der Kamera. Daher haben wir in den darauffolgenden Tagen einiges an Arbeitsaufwand in die Verbesserungen gesteckt und wollten wir nun ein erneutes Nutzer Feedback.

 Kurze Testbeschreibung

Sicherheitshalber hatten wir uns schon vorher angekündigt und konnten so in den gewohnten Räumen in der Sophienstraße testen.

Nachdem bereits noch an diesem Tag viel Arbeit in die KurbelKamera investiert wurde, waren wir alle gespannt wie nun die Meinung unserer Nutzer ausfällt.

Auch dieses Mal haben wir Fußabdrücke auf dem Boden gelegt um den Weg hinter die Leinwand zu weisen, sowie neben die Kamera die neu überarbeitete Anleitung auf den Boden gelegt.

Unsere erste Testerin kam allein, so dass Alexa sie als Schauspielerin unterstützt hat.

Während dem Test haben wir unsere Testerin immer wieder dazu angeregt zu sagen was sie denkt um heruaszufinden wie jemandem der unsere Kamera nicht kennt, sie wahrnimmt und versteht

Erneut mussten wir feststellen das unser Anleitungsvideo kaum beachtet wurde. Die Bodenplatte war sehr präsent, so dass die ersten Schritte durchgelesen wurden. Schnell fing unsere Testerin an zu kurbeln und hat im weiteren Verlauf immer mal wieder auf die Anleitung geschielt, jedoch nie ganz gelesen. Dies sorgte dafür das sie teilweise sehr verwirrt war und einen erneuten Anlauf brauchte um einmal ein Video so aufzunehmen, dass sie mit dem Ergebnis zufrieden war.

Bei diesem zweiten Anlauf wurde von ihr auch erst der QR Link entdeckt, da sie jedoch keinen Scanner hatte, konnte sie jedoch nicht ihr erzeugtes Video mitnehmen. Den Link dazu hat sie übersehen.

Im späteren Verlauf haben wir sie auf den Link hingewiesen, worauf unsere Testerin diesen hinterfragt hat, da man häufig in Museen nicht fotografieren darf.

 

Unsere zweite Testgruppe waren zwei 16jährige Mädels. Also direkt unsere Zielgruppe.

Auch hier haben wir unsere Testerinnen darauf hingewiesen alles auszusprechen was sie denken, und so tun als würden sie in einem Museum unser Exponat ausprobieren wollen.

Als sie auf den Aufbau zukamen, folgte eine direkt den schwarzen Fußabdrücken hinter die Leinwand, während die andere die Kamera inspizierte.

Die Kamerafrau entdeckte schnell die Anleitung neben ihr, und las sie ihrer Freundin hinter der Leinwand vor.

Ohne Probleme haben beide Mädels ihren eigenen Film hergestellt und sogar den QR Code mittels Scanner eingelesen.

Im Nachhinein konnten sie noch einige Verbesserungsvoschläge machen.

Zum Beispiel hatten wir den Abbrech Button mit einem eingekreisten x versehen, die Testerinnen dachten hingegen es handelt sich hierbei um eine Schraube.

Außerdem wurde von dem Mädels zusätzlich Musik gewünscht, da dass noch mehr zum tanzen anregen würde.

Diesem Vorschlag konnten wir jedoch leider nicht nachkommen. Zum einen war dies nie vorgesehen, so dass wir auch nicht die nötige Hardware eingeplant haben und außerdem geht es in unserem Projekt daraum schwarz-weiß Filme wieder näher zu bringen bzw. die damalige Technik und 1903 konnte Neubronner noch nichtmal Tonaufnahmen machen.

Fazit

Sowohl in dem ersten als auch im zweiten Test haben wir festgesetellt, dass sie unsere Testerinnen stark an dem Hinweis „2 Umdrehungen pro Sekunde erzeugen einen flüssigen Film“ orientieren und somit wenig mit der Geschwindigkeit experimentiert haben. Da wir aber unsere Nutzer dazu anregen wollen mit der Geschwindigkeit zu spielen, werden wir diesen Hinweis streichen und stattdessen Fragen formulieren. Was passiert wenn du schneller kurbelst? Was wenn langsamer?

Da unsere 16Jährigen Testerinnen auch sehr interessiert waren wie unsere Kamera funktioniert, haben wir nicht nur beschlossen die oben genannten Fragen einzubauen, sondern auch eine Lösung zu liefern.

Außerdem haben wir festgestellt das alle unsere Tester zu sehr auf die Bodenanleitung fixiert waren. Daher kam die Idee auf statt die Anleitung am Boden zu zeigen, diese auf ein Podest in Augenhöhe zu stellen.  Auf dieser soll sich dann unter der Anleitung eine Klappe befinden unter der die Lösung zu den Fragen und Erklärungen zu der Funktion befinden.

Auch unser Anleitungsfilm war noch nicht perfekt. Hier haben wir aber festgestellt, dass ein es sinnvoller ist die Aktion des  Schauspielers (hinter der Leinwand zu sein) einfach konstant neben den Anweisungen für den Kameramann (kurbeln, Rec Button drücken, kurbeln) anzuzeigen.

Letzlich waren diese Testergebnisse um einiges besser. Die KurbelKamera kam sehr gut an und wurde dieses Mal auch schneller begriffen.

Wir haben nun neue Anregungen bekommen, die wir  so gut es geht umsetzten werden.