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Bye, bye Superblütler!

Das Bestimmungstool für Pflanzen bedarf als Grundfunktion der App besondere Sorgfalt in Strukturierung und Gestaltung. Die Baukastenfunktion soll es den Nutzern ermöglichen einen einfachen Zugang zur Thematik erreichen zu können. Lineare Bestimmungsmethoden setzen vor allem voraus detailliertes und vollständiges Wissen über die Charakteristiken von Pflanzen zu haben um so die Bestimmung zu einem korrekten Ergebnis führen zu können.

Unser alternativer Ansatz sieht deshalb vor die Merkmale der Pflanze flexibel auszuwählen um so die möglichen Ergebnisse einschränken zu können und die Bestimmung auch für Nicht-Geschulte zum Erfolg zu führen.

Das Hauptaugenmerk liegt deshalb auf der Strukturierung und Auswahl der möglichen Kennzeichen, die als Eigenschaften der Pflanzen auftreten können. Diese sind nicht normiert und je nach Quelle unterscheiden sich Bezeichnungen oder Strukturierungen der Kategorien, sodass es gilt ein durchdachtes System für unsere Anwendung zu definieren, die konsistent beibehalten wird. Durch den Input der Interviews mit den Botanikern des BGBM und der bereits vorhandenen Literatur habe ich nach und nach eine Gliederung der Merkmale erarbeiten können, die für unsere Anwendung geeignet ist. In enger Zusammenarbeit mit Anne war dabei immer der Gedanke im Hinterkopf, dass die Auswahl und die spätere Gestaltung der Symbole im Baukasten leicht verständlich sein soll. Wir haben uns dafür entschieden die Bestimmung in drei Teile zu gliedern: die Pflanze als Ganzes, sowie Details zu jeweils Blättern und Blüten. Jede dieser drei Kategorien hat dabei wiederum vier Untermenüs, die die Merkmale enthalten und so eine brauchbare flache Hierarchie bilden.

Nach dem Aufstellen der Menüstruktur und einem Testdatensatz war es nun endlich möglich, die bisherige Platzhalterstruktur der App zu ersetzen und zum ersten Mal die Hauptfunktion erleben zu können. Durch fehlende Daten und die bisherige Struktur, bei dem wir uns auf erfundene Bezeichnungen wie Superblütler, Superrundblüte, Superkopf u.Ä. beschränken mussten, war dies bisher nicht erreichbar.

Es gilt nun weitere Datensätze zu generieren, die für unsere Anwendung geeignet sind. Wie sich bereits früh angedeutet hat heißt dies googeln, googeln, googeln – denn es ließ sich keine Datenbank auftreiben, die die entsprechenden Informationen gebündelt zur Verfügung stellt. Deshalb war es meine Aufgabe diese zu sammeln, auch wenn es von Hand geschehen muss. Geholfen hat dabei der Parser von Philipp, der eine solide Basis geboten hat.

Darüber hinaus habe ich darauf geachtet, dass die Liste der Pflanzen, die wir anfangs zur Verfügung stellen wollen, geeignet ist für den Zweck einer Schulexkursion – also fürs erste ausschließlich Pflanzen beinhaltet, die in der Region Berlin/Brandenburg auftreten. Die Auswahl erfolgt daher größtenteils anhand einer Publikation der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt, die sich mit der biologischen Vielfalt Berlins beschäftigt.

Die Zielsetzung für den Abschluss des Projektes ist fürs Erste die vollständige Aufstellung der Merkmale für 25 Pflanzen.