Persönlich: Kommunikationsprobleme

Mein konkreter Wechsel in die Muster/Pattreator Gruppe gestaltete sich leider ziemlich holprig, da erstmal Philipp und dann ich eine Woche krankheitsbedingt ausfielen. Als komplette Gruppe konnten wir uns daher erst in meiner 3. Woche treffen und beginnen unser gemeinsames Vorgehen zu koordinieren.

Zu diesem Zeitpunkt wurde auch schon klar, dass auf Entwicklerseite E-Mails zur Koordination nicht ausreichen und wir entschieden uns für die Aufgabenverteilung den Issuetracker auf Github zu verwenden.  Allerdings zeigten sich auch hier Startschwierigkeiten.

Wie im letzten Beitrag erwähnt hatte mein Informatikkommilitone bislang keine Erfahrung in der Webprogrammierung und so fiel mir die Rolle zu Aufgaben festzulegen und zu verteilen.  Wie schnell klar wurde bedarf das jedoch auch einiger Erfahrung. Meine ersten Aufgabenpakete waren viel zu groß und ungenau beschrieben und führten damit nicht zu Fortschritt, sondern zu Frust.  Zudem hatte ich komplett unterschätzt wie viel Arbeit es bedeutet sich komplett neu in HTML, CSS und JavaScript einzuarbeiten.

Zudem änderte sich von Woche zu Woche das von unserem Designer entworfene Layout, was zu viel Stress und gefühlt unsinniger Arbeit führte. Der Fluch iterativer Entwicklung: Wenn sich ein Feature das Stunden an Zeit gefressen hat im nächsten Test als unpraktisch herausstellt fliegt es wieder raus. Das ist natürlich sehr sinnvoll, aber auch deprimierend. Leider entfernten sich die Entwürfe  immer weiter von unserem ursprünglichen Konzept und damit auch des schnellen Prototypings mittels Bootstrap.

Außerdem zeigten sich Kommunikationsprobleme in der Zusammenarbeit, da wir (eigentlich bis zum Ende) nur PDF Entwürfe bekamen, aus welchen wir dann umständlich Farbcodes rekonstruieren, Abstände und Größen raten sowie einzelne Elemente ausschneiden mussten. Auch auf mehrfache Nachfrage bekamen wir keine Farbpalette oder die Abmessungen in Pixeln.

Insgesamt waren die ersten Wochen sehr frustrierend für uns alle. Und ich war kurz davor das Projekt zu schmeißen und mir ein Softwareprojekt für die Vorlesungsfreie Zeit zu suchen.

Glücklicherweise hatten wir vorher doch nochmal ein längeres Treffen, bei dem wir die Probleme ansprechen und Lösungen suchen konnten. Die wichtigste Änderungen in unserer Gruppenstruktur waren dann regelmäßige gemeinsame Treffen um unserer Kommunikation zu verbessern. Die Treffen ermöglichten es uns sowohl technische Probleme oder verschiedene Konzeptvorstellungen gemeinsam zu diskutieren und zu lösen, als auch eine genauere Aufgabenspezifikation.

Dabei zeigte sich auch, dass Gamification beim Programmieren super funktioniert, da kleinere Aufgaben/Issues viel leichter bearbeitet und eben auch geschlossen werden konnten. Und jedes geschlossene Issue, den aktuellen Milestone Fortschrittsbalken weiter Grün färbte und ein Geühl von Erfolg vermittelte.

Trotz des ganzen Stresses, fand ich den Wechsel in die neue Gruppe gut, da es wichtig ist solche Kommunikationsprobleme, aber auch Lösungswege, kennen zu lernen.