Persönlich: Abschlusspräsentation

Obwohl wir zum Ende des Projekts einen umfangreichen und funktionieren Prototypen fertigstellen konnte, entschieden wir uns als Gruppe nicht am Coding Davinci Wettbewerb teilzunehmen.

Die Gründe dafür waren vielfältig, aber für die Gruppe ausschlaggebend, dass es für einzelne wichtige Terminüberschneidungen gab, unsere Anmeldung aus technischen Gründen über das Google Docs Formular nicht bei den Veranstaltern ankam und wir nicht die Ziele erreichen konnten, die wir uns gesetzt hatten.

Der letzte Punkt war besonders für mich relevant. Wie ich zuvor schon schrieb, war eines meiner Ziele mich mit modernen Webtechnologien, im Speziellen AngularJS, zu beschäftigen. Und ich wollte eine dynamische, responsive Webseite, die von allen Geräten benutzbar ist.

Leider war das im  Rahmen dieses Projektes nicht möglich. Einerseits, da uns als gemeinsame Gruppe die Expertise fehlte das im Rahmen der kurzen Zeit technisch zu realisieren. Andererseits, da sich unser Layout immer weiter in Richtung einer App entwickelte.

Ich hatte zwar Erfahrungen mit HTML, CSS, JavaScript und MFC-Frameworks, aber noch nie konkret mit AngularJS und Django gearbeitet. Und Philipp hatte, wie er transparent am Anfang mitteilte, noch gar keine Erfahrungen in der Webentwicklung. Unter diesen Voraussetzungen war es utopisch AngularJS als weiteres Framework mit steiler Lernkurve einzusetzen. Damit ließen wir auch die Idee einer dynamischen Seite hinter uns entwickelten wieder klassische Views, die jeweils eine vollständige HTML Seite ausliefern.

Wie ich im letzten Beitrag schon anmerkte änderte sich unser Design ziemlich oft. Während es sich am Anfang noch stark an den von Bootstrap vorgegeben Strukturen orientierte, hatten wir am Ende eher ein für eine App geeignete Struktur: 100% hohe Seitenleisten am linken und rechten Bildschirmrand und einzelne horizontal scrollbare Blöcke. Diese Veränderung führte nicht nur dazu, dass wir sehr viel selbst Entwerfen mussten und eigentlich kein einziges Bootstrap Feature mehr nutzen, sondern auch zu einem Layout, dass nur unter bestimmten Bedingungen gut aussieht. Es ist möglich ein solches Layout für beliebige Auflösungen anzupassen, aber nicht in diesem kurzen Zeitrahmen.

Somit konnten wir, aus meiner Sicht, zentrale Ziele unseres Projekts nicht erreichen, weshalb ich keine große Leidenschaft hatte das Projekt im Rahmen der Abschlusspräsentation zu pitchen.
Wie gesagt wäre das allein kein Grund gewesen auf die Abschlusspräsenstation zu verzichten, aber da unserer Anmeldung eh nicht geklappt hätte und ich unter Umständen alleine auf der Bühne hätte stehen müssen, entschieden wir uns als Gruppe gegen die Präsentation.

Der sehr negative Eindruck kurz vor Ende des Projekts hängt wahrscheinlich auch mit dem Arbeitsdruck in der Woche zuvor zusammen. Wir hatten lange gemeinsame Treffen und viele kleine Issues, die sich auf Details des Layouts bezogen und jedes mal mehr Zeit in Anspruch nahmen als wir planten. Insgesamt hatten wir zu diesem Zeitpunkt einfach zu oft auf unsere Musterseite geschaut und damit den Bezug auf die positiven Seiten verloren.

Jetzt mit ein paar Tagen Abstand, sehe ich viel deutlicher wieviel wir geschafft haben und bin begeistert wieviel wir in der kurzen Zeit geschafft haben. Die eigenen Ansprüche sind halt doch oft zu hoch und man verliert den Blick für das Gesamte wenn man sich nur auf die Details und offenen Aufgaben konzentriert.