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MIDIOLA – Paper Prototype Walkthrough

MIDIOLA Prototype

Nach einem Startbildschirm mit dem MIDIOLA Schriftzug kommt man in das dreigliedrig aufgebaute Menü mit Knöpfen für Live View, die Library und den QR-Code Reader.

1.) Mit dem QR-Code-Reader kann man Codes an nicht ausgerollten  Exponaten scannen um direkt zu deren Eintrag in der Library gelangen.

2.) Drückt man auf den oberen Teil des Screens öffnet sich der Live View Modus: Die Kamera wird aktiviert und das Kamerabild auf dem Bildschirm sichtbar. Eine kleine Animation weist darauf hin, nun mit dem Handy über die ausgerollten Notenrollen-Exponate zu scannen. Ein schmaler Strich in der Mitte des Fensters weist auf die Stelle hin, an der die Notenstriche abgespielt werden. Oben rechts findet sich das Symbol für die Klangeinstellungen (s. unten).

3.) Drückt man im Startmenü auf den Library-Knopf gelangt man in die Notenrollen-Bibliothek. Hier sind man von den Notenrollen deren charakteristisches Endstück. Mit Wischen nach links und rechts kann man so die Rollen wechseln, welche durch ein Text-Overlay mit Titel und Komponist identifizierbar sind. Ein Hinweis „Pull to Play“ weist auf deren Abspielbarkeit durch ein Wischen nach unten hin. Nun wird die Rolle abgerolllt und die Töne beim Erreichen der Bildschirmmitte abgespielt. Wischen nach oben und unten lässt den Benutzer durch die Rolle scannen und regelt außerdem die Abspielgeschwindigkeit. Die Ansicht funktioniert in vertikaler sowie horizontaler Ansicht, bei dem die Rolle beim Abspielen wie gewohnte Musiknotation zu lesen ist.

4.) In der Menüleiste am oberen Rand findet sich ein Infoknopf, welcher ein Fenster mit Informationen zu Stück und Komponisten öffnet, welche aus den Metadaten und Wikipedia hervorgeht. Ein Tippen auf den Klangknopf lässt das Klangeinstellungs-Fenster mit den drei zu spezifizierenden Drehreglern herausfahren, welche den Benutzer die Klangfarbe verändern lassen, während die Musik weiterläuft (bspw. Höhe, Harmonie, Hall und Echo, oder Weichheit und Härte des Tons).

20.05.2015 Testing mit dem Papierprototypen

Durch unsere Testnutzer am Mittwoch haben wir einige wichtige Erkenntisse über unseren Papierprototypen gewonnen.

Animation des Papierprototyps 1.0 (bitte auf das Bild klicken)15.05.15-Animation-papierprototyp-floradex-weißer-hintergrund

15.05.20 Papier Prototypen Testen (1)kl

Person 1: Männlich, Student

Allgemeine Beobachtungen:

  • Erkennt Struktur
  • Workflow klar

Vorschaubild:

  • Versteht Sinn/Funktion der Vorschau nicht

Menü allgemein:

  • Fängt mit erstem Punkt an
  • Erkennt „Größe“ Symbol gut
  • Verwendet Doppelklick zum auswählen eines endgültigen Elements

Menü Blütenform:

  • Kann unterschiede der Symbole nicht erkennen / Versteht Bedeutung nicht / Einzelne Bilder haben für Ihn keine Bedeutung
  • Probiert wild herum
  • Mehrfachauswahl unklar (mehrfach erwähnt)
  • Ist sich nicht 100% sicher bei endgültiger Auswahl eines Elements

Ergebnisleiste:

  • Versteht nicht direkt, dass diese „anklickbar“ sind um mehr Informationen zu erhalten

Zusätzliche Informationen Seite:

  • Erkennt Links sofort
  • Erkennt nicht, dass die Bilder anklickbar sind
  • Erkennt nicht sofort, dass das Fenster „scrollbar“ ist

Findet gut:

  • Dass nicht 100% der Eingaben nötig sind um eine Pflanze zu erkennen
  • Dass nur Teilstufen der Auswahl möglich sind

Verbesserungsvorschläge:

  • Icons schematischer und größer

 

Person 2 Weiblich, Student

Allgemeine Beobachtungen:

  • Möchte ein Foto der Pflanze machen, da sie die Pflanze nicht ausrupfen möchte
  • Versteht Workflow sofort
  • Versteht Bedeutung der Überschriften nicht

Vorschaubild:

  • Versteht das Vorschaubild nicht/Funktion dessen
  • Blume schließt Bäume aus

Menü allgemein:

  • Verwendet Doppelklick um Auswahl eines Menüelements zu  bestätigen
  • Würde Ausgewählte Elemente gerne im Blick behalten
  • Große Probleme mit Mehrfachauswahl/ Versteht diese nicht
  • Unterscheidung von Einzelauswahl/Mehrfachauswahl nicht möglich
  • Erkennt Samen nicht als solche

Menü Blütenform:

  • Probiert wild herum
  • Versteht das Feedback nicht, einzelne Knoten müssen eindeutiger sein
  • Erkennt Untermenüs nicht als solche

Ergebnisleiste:

  • Verwendet diese schon bevor die Ergebnisse genug eingeschränkt sind

Zusätzliche Informationen Seite:

  • Zu viel Text
  • Interessiert verschiedene Stadien bezogen auf Jahreszeiten

Verbesserungsvorschläge:

  • Das Hauptmenüelement soll durch das Ausgewählte ersetzt werden
  • Vorschaubild grüne Wiese oder leer
  • Vorschaubild: Kinderpuzzle
  • Reset Button
  • Nicht mögliche Kombinationen ausblenden
  • „Keine Ergebnisse“ anstatt „0 Ergebnisse“
  • Bessere Darstellung ausgewählter Menüpukte
  •  Einzelauswahl/Mehrfachauswahl : Ausgrauen/Farben?
  • Horizontale Auswahl für Mehrfachauswahl, Vertikal für einzelauswahl
  • Filter einzeln wieder rauschalten
  • Wünscht sich Sortierung der Merkmale nach „Einfachheit“, da meist das erste angeklickt wird

 

Person 3: Weiblich, Professorin

Allgemeine Beobachtungen:

  • Workflow sofort klar
  • Wählt das Menüelement, dass sie für am einfachsten zu erkennen hält
  • Möchte Foto machen, keine Pflanzen ausreißen

Vorschaubild:

  • Funktion nicht klar

Menü allgemein:

  • Versteht Symbolik
  • Workflow klar
  • Nicht zu groß
  • Pfad zur Entscheidung gut sichtbar
  • Kann Einzelauswahl/Mehrfachauswahl (Parallel <=> Ausschließend) nicht unterscheiden

Menü Blütenform:

  • Versteht Symbole nicht
  • Begrifflichkeiten nicht klar
  • Untermenüs/Mehrfachauswahl nicht klar
  • Möchte direkt Einschränkungen sehen bei Betreten von Untermenüs
  • Versteht Mehrfachauswahl nicht
  • Reihenfolge des Menüs: Farben zuerst / Nach Einfachheit?

Zusätzliche Informationen Seite:

  • Anklickbarkeit des Bildes nicht klar, Zoom nicht direkt klar
  • Scrollbarkeit nicht klar

Findet gut:

Verbesserungsvorschläge:

  • Einzelauswahl/Mehrfachauswahl : Farbliche Codierung
  • Achievements beim „erkennen“ von Pflanzen
  • Belohnungen
  • Eigene Fotos hochladen
  • Eigenes Foto machen und dann zusammen mit dem Wikipedia artikel + die ausgewählten Menüelemente exportieren => Fact-Sheet
  • Schon ausgewählte Menüpunkte irgendwo sammeln => Unten links => Bei auswahl Löschen?/Einzelne Elemente ausschließen?
  • Bei Auswahl eines Menüpunktes soll die Vorschau klarmachen, worum es geht

 

1. Iteration: Paper-Prototyping und blendende Aussichten

Besser spät als nie – sorry – dieser Beitrag steckte lange fast fertig in der Entwurfsphase fest.

Diese Woche haben wir an einem schnellen Prototypen der KurbelKamera gebastelt. Mit den anderen Projektteilnehmern und den Dozenten wurde unser Prototyp im Kurs getestet.

Was wollen wir eigentlich testen?

Vor allem ging es um das Kurbeln an sich, d.h funktioniert es überhaupt per Kurbel einen Film abzuspielen und dabei die Geschwindigkeit zu beeinflussen.

Dann stellen wir uns die Frage, stellen sich Menschen überhaupt vor eine Leinwand und interagieren mit einem alten Film?

Und haben wir einfach irgendetwas vergessen oder allgemein nicht bedacht?

Der erste „quick&dirty“ Versuchsaufbau

Eine Weinkiste mit Papp-Kurbel diente als KurbelKamera. Der Startscreen und Endscreen wurde mit A4 Blättern improvisiert. Zwei Testpersonen testeten den Aufbau, um einen Film zu drehen, der mit einem Laptop, Beamer und improvisierter Leinwand abgespielt wurde. Ein Testperson bediente dabei die Kamera, die andere war Schauspielerin und stand im Rampenlicht. Ein Spiegel war vorgesehen, damit die Schauspielerin sich selbst und gleichzeitig den Film sehen kann.

Unser Aufbau war leider nicht ganz optimal, die Testpersonen, welche die Aufgabe des Schauspielers erfüllten, wurden vom Projektor geblendet. Da dieser Part nicht im Fokus des Testes standen, haben wir diesen Kollateralschaden jedoch hingenommen.

quickendscreen

quickprotocam

quickstartscreen

Das haben wir gelernt und in Designentscheidungen umgesetzt

  • kein Audio (höchstens als Zucker oben drauf, wenn ALLES andere FERTIG ist)
  • es muss Rückprojektion sein (sonst blendet es)
  • Spiegelposition testen und definieren
  • ein leuchtender Button (Rot für „ON AIR“) zum Anzeigen das die Aufnahme läuft
  • Kammera als stilisiertes 3D-Icon im Raum
  • genau ein Video, das heißt also: Entscheiden, welches Video wir nehmen!
  • die Aufnahmezeit ist auf n Sekunden begrenzt, sonst machen die Leute Quatsch
  • es MUSS eine Anleitung geben, damit man weiß was man tun muss