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Introducing apto – technology applied for life

Konzept von Dorothea Brockmann

Du liegst entspannt auf dem Sofa und blätterst in einem Magazin. Nach einer Weile spürst du, wie du angenehm schläfrig wirst, und kannst dir gerade nichts Schöneres vorstellen, als für ein paar Minuten die Augen zu schließen und in Träume zu versinken. Doch Halt – die Musik läuft ja noch und stört, und was, wenn du zu lange schläfst und später deinen Termin verpasst? Aber du bleibst ganz entspannt, denn du hast diese Situation schon oft erlebt und vorgesorgt: Du wendest einfach dein Sofakissen, und schon haben sich alle Probleme von alleine erledigt. Die Musikanlage wird ausgeschaltet, und dein Handy stellt selbstständig einen Wecker ein, der dich in 30 Minuten aus dem Schlaf zurück zur Tagesordnung holen wird.

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Dieses Konzept bewegt sich im Rahmen sogenannter Smart Environments – Umgebungen, in denen Computer, Sensoren, moderne Elektronikprodukte und Alltagsgegenstände permanent miteinander kommunizieren und selbständig auf die Bedürfnisse ihrer Nutzer eingehen. Obwohl der technische Fortschritt es uns ermöglicht, unser Umfeld auf ganze neue Weise zu kontrollieren und zu personalisieren, ist die Interaktion mit der Technik heute meist noch von sehr starren Abläufen geprägt. Wir müssen entweder einen      Touchscreen auf bestimmte Art anfassen, einen festgelegten Satz sprechen oder Befehle in eine App eingeben, um die damit verknüpften Prozesse zu beeinflussen oder überhaupt zu verstehen. Doch wie können wir dem entgegenwirken und unsere Interaktion mit smarter Technik flüssiger und intuitiver gestalten?

apto ist ein anpassbares Interface zwischen Nutzer und Umgebung. Es lässt sich vor allem dafür nutzen, Vorgänge die sich ständig wiederholen, einfacher und angenehmer zu gestalten. Das Kernelement ist der apto-Mikrosensor, der verschiedene Bewegungsrichtungen und Beschleunigungen wahrnehmen kann. Dieser lässt sich unkompliziert an allen möglichen Alltagsgegenständen anbringen. Mit der apto-App kann man nun für das ausgewählte Objekt ein Bewegungsmuster aufzeichnen, welches im System abgespeichert wird. Gleichzeitig legt man fest, was im Rahmen des smarten Systems passieren soll, wenn die Bewegung erneut ausgeführt wird. Zukünftig wird diese Bewegung als Eingabe gelesen und löst den gewünschten Vorgang aus. Die Steuerung des Smart Environments ist also direkt in den Gegenstand integriert und benötigt keine umständlichen Eingabeprozeduren mehr.
Die kleinen apto-Sensoren haben eine selbstklebende Unterseite und werden in der apto-Spenderbox aufbewahrt, wo sie „von der Rolle“ ausgegeben werden. Man kann sie nach und nach von der Trägerfolie abziehen, um sie direkt am gewünschten Gegenstand aufzukleben. Es werden außerdem Adapter bereitgestellt, auf welche die Sensoren geklebt werden können, damit man sie anschließend an das Objekt nähen, binden oder schrauben kann. Das simple Spender- und Befestigungssystem soll den Anwender motivieren, so viele geeignete Gegenstände in personalisierte Eingabegeräte zu verwandeln, wie er es für nötig hält.

Die apto-App ist für die Programmierung der Interaktion zuständig. Mit einer einfachen Benutzeroberfläche leitet sie den Nutzer Schritt für Schritt durch den Installationsprozess, von der Aktivierung des Sensors über die Aufzeichnung der Bewegung bis hin zur Auswahl der Reaktion. Alle apto-Gegenstände und alle gelernten Bewegungen sind grafisch im System-Menu dargestellt. Hier kann man u.a. auch zusätzliche Bewegungsmuster für einzelne Sensoren hinzufügen oder den Output ändern. Am Ende ergibt sich eine Interaktion mit unserer alltäglichen digitalisierten Objektwelt, die ohne Brüche und in hohem Maße individuell gestaltet und gesteuert werden kann.

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Konzeptvideo “Introducing apto”